Rechtssicher automatisieren: Wie ein gültiger Nutzer-Consent gelingt


Michael Röhsner erklärt beim Marketing Automation Day, wie Nutzer-Consent rechtssicher und praxisnah umgesetzt werden kann – ohne Juristendeutsch.

Preview-Interview: Marketing Automation Day & Rechtssicher automatisieren

Michael Röhsner über rechtssicher automatisieren

Praxisnah, humorvoll und rechtssicher: Michael Röhsner zeigt beim Marketing Automation Day, warum gültiger Nutzer-Consent das Fundament erfolgreicher Marketing Automation ist. Leser:innen erfahren, wie Legal und Marketing gemeinsam bessere Ergebnisse erzielen können.

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Interview mit Michael Röhsner

Michael, du wirst beim Marketing Automation Day am 25.09.2025 einen Vortrag über „Rechtssicher automatisieren: Wie ein gültiger Nutzer-Consent gelingt“ halten. Was können sich die Teilnehmer:innen davon erwarten?

Die Teilnehmer:innen dürfen sich auf eine praxisnahe Einführung in das Thema Nutzer-Consent freuen. Dabei muss sich niemand vor langen Paragraphen-Ausführungen oder Juristendeutsch fürchten. Wer mich von früheren DMVÖ-Events kennt weiß, dass wir diese Themen praxisnah und immer mit einer Prise Humor herüberbringen.

Der Consent ist dabei eines meiner Herzensthemen im Marketing-Recht. Er ist quasi der Dreh- und Angelpunkt der rechtskonformen Marketing Automation und wird in der Praxis leider oft völlig unterschätzt, obwohl die Anforderungen in den letzten Jahren ordentlich strenger geworden sind. Ich möchte den Teilnehmer:innen einige Tipps mitgeben, wie man den eigenen Consent rechtskonform, aber trotzdem praxistauglich gestalten kann, um sich so über rechtliche Risiken möglichst wenig Gedanken machen zu müssen.

Uns ist es beim DMVÖ wichtig, dass die Besucher:innen des MAS Day Impulse erhalten, aber auch praktisches Wissen direkt mitnehmen und im eigenen Unternehmen einsetzen können. Was wären so die 1-3 Key Take-aways, die man sich von deinem Vortrag erwarten kann?

  1. Nicht unterschätzen: Gültiger Consent ist bei fast jeder Marketing Automation erforderlich und sollte von Anfang an mitgedacht werden. Sonst droht im schlimmsten Fall die Löschung der gesamten eigenen Datenbank!
  2. Nicht überschätzen: Auf der anderen Seite braucht man sich auch nicht fürchten! Es ist mit ein bisschen Kreativität fast immer möglich, gültigen Consent einzuholen. Also nicht den Kopf in den Sand stecken!
  3. Legal & Marketing sind Freunde: Jurist:innen werden von Marketing-Profis oft als Verhinderer wahrgenommen. Das ist schade und sollte so nicht sein! Wenn Jurist:innen und Marketing-Profis auf Augenhöhe zusammenarbeiten, sind sie ein unschlagbares Team!

Du hast ja natürlich Marketing Automation in deinem Unternehmen selbst im Einsatz. Wenn du dir vorstellst, dass du plötzlich in einem anderen Unternehmen arbeiten würdest, in dem Marketing Automation nicht im Einsatz ist: Was wären die Dinge, die du am meisten vermissen oder die dich am meisten stören würden?

Als Jurist, der sich seit mehr als einem Jahrzehnt intensiv mit Datenrecht beschäftigt, würde mir natürlich die Datenvielfalt und die Insights daraus fehlen. Marketing Automation macht es möglich, aus großen Datenmengen klare Muster zu erkennen und der eigenen Handlung zugrunde zu legen. Ich bin ein großer Freund von datenbasierten Entscheidungen, anstatt sich nur auf das eigene Bauchgefühl zu verlassen. Ohne Automatisierung im Marketing verliert man an Geschwindigkeit, Präzision und Zielgenauigkeit.

Gibt es auch etwas, das dich an Marketing Automation so richtig stört? Etwas, das du komplett anders machen würdest oder dir vor der Einführung ganz anders vorgestellt hast?

Ja, mich stört es, wenn automatisiertes Marketing unpersönlich wird, was meiner Erfahrung nach wie vor sehr oft der Fall ist. Ich bekomme selbst immer wieder Nachrichten, die zwar technisch super umgesetzt sind, aber einfach unpersönlich sind. Die werden von mir dann meistens ungelesen gelöscht. Ich würde mir wünschen, dass mehr Fokus darauf gelegt wird, Automation mit echter Relevanz und Individualität zu verbinden. Technik ist das eine – die kreative, menschliche Ansprache das andere. Ich bin gespannt, inwieweit generative KI in den nächsten Jahren hier Abhilfe schaffen kann.

Abschließende Worte: Die Bühne gehört ganz dir. Gibt es noch etwas, das du loswerden möchtest?

Ich sage es immer wieder und aus Überzeugung: Ich glaube an ein friedliches Zusammenleben von Legal & Marketing! Viele Marketing-Profis haben Scheu vor uns Jurist:innen. Aber ein:e gute:r Jurist:in ist kein Nein-Sager, sondern ein Ermöglicher. Traut euch, Legal in eure Prozesse einzubinden! Fast immer findet man eine kreative Lösung, die eure Marketing-Bedürfnisse erfüllt und gleichzeitig das rechtliche Risiko geringhält. Damit erspart ihr euch von Anfang an unnötigen Ärger!

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Über den Speaker:

Bild Copyright: Eversheds Sutherland

Mag. Michael Röhsner, LL.M.

Rechtsanwalt bei der internationalen Wirtschaftskanzlei Eversheds Sutherland,

ist auf Datenschutz, IT-Recht, E-Commerce und Cybersecurity spezialisiert.
Mit viel Leidenschaft berät er internationale Unternehmen bei der Einhaltung der DSGVO und der österreichischen Datenschutzgesetze. Regelmäßig referiert er zu rechtlichen Aspekten der digitalen Transformation. Weiters beschäftigt er sich intensiv mit den neuesten Cybersecurity-Vorschriften und bietet regelmäßig Schulungen zu NIS2 sowie zum Cyber Resilience Act an.

www.eversheds-sutherland.at

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