„Print ist nicht veraltet – Print ist bewusst.“ Daniel Blaha (VENDO) im Gespräch


Daniel Blaha, Marketingleiter bei VENDO Kommunikation + Druck GmbH, spricht im Interview über die Rolle von Print in einer digitalen, KI-getriebenen Welt und erklärt, warum gute Kommunikation immer aus Kundensicht gedacht werden muss.

Kommunikation wird schneller, datengetriebener und komplexer – und mittendrin stellt sich für viele Marketingverantwortliche die Frage: Hat Print in einer Welt aus KI, Hybridkanälen und Echtzeit-Daten überhaupt noch eine Daseinsberechtigung?

Daniel Blaha, seit 15 Jahren bei VENDO Kommunikation + Druck GmbH und seit sieben Jahren Marketingleiter, sagt klar: Ja – aber nicht als Gegenentwurf zum Digitalen, sondern als Teil eines durchdachten Ganzen. Im Interview spricht er darüber, warum VENDO das Magazin „IM DIALOG“ unterstützt, was Unternehmen in ihrer Kundenkommunikation am häufigsten falsch machen und warum sein wichtigster Tipp aus nur einem Wort besteht.

 

Stell dich kurz vor – wer bist du, was machst du bei VENDO und wie lange bist du schon dabei?

Ich bin Daniel Blaha, Marketingleiter bei VENDO Kommunikation + Druck GmbH. Seit rund 15 Jahren bin ich nun bei VENDO.

Seit etwa 7 Jahren verantworte ich nun den Marketingbereich. In dieser Zeit durfte ich zentrale Entwicklungen aktiv mitgestalten – vom Rebranding („kprintcom.at“ zu VENDO) über den Aufbau der Kommunikationskanäle (neue Website, Einführung der Social Media Kanäle) bis hin zur Etablierung des Intranets für Mitarbeiter:innen und der Positionierung als moderner Kommunikationsdienstleister. Auch Themen wie Employer Branding und die Weiterentwicklung unserer Marketingstrategie haben mich intensiv begleitet.

Privat bin ich glücklich verheiratet und stolzer Vater von zwei bezaubernden Kindern. Wenn neben Familie noch Zeit bleibt, gehe ich gerne laufen, spiele ab und zu noch Fußball, geh gerne ins Kino oder nehme mir bewusst Zeit für ein gutes Buch.

Für mich persönlich ist Marketing mehr als ein Beruf, es ist die Möglichkeit, Dinge zu bewegen, Wirkung zu erzeugen und Kommunikation so zu gestalten, dass sie bei Menschen wirklich ankommt – und genau das macht mir jeden Tag Spaß.

VENDO ist Kommunikations- und Druckdienstleister – also eigentlich ein Unternehmen, das selbst sehr viel über Kommunikation weiß. Wie war euer erster Kontakt mit dem Magazin IM DIALOG?

Der erste Kontakt war sehr unkompliziert, aber inhaltlich sofort auf Augenhöhe. Man hat schnell gemerkt, dass man sich gut austauschen kann. Für uns als Kommunikationsdienstleister geht es genau darum: echter, wertvoller Austausch im Dialog.

Was hat euch überzeugt, das Magazin IM DIALOG zu unterstützen – was war der ausschlaggebende Moment?

Für uns war schnell klar: Ein Magazin ist mehr als ein Medium – es ist ein Erlebnis. Gerade im Print liegt heute eine besondere Stärke, wenn man sie richtig einsetzt. Haptik, Wertigkeit und die bewusste Auseinandersetzung mit Inhalten schaffen eine Tiefe, die digital oft verloren geht. In einer Zeit, in der vieles schnell konsumiert wird, setzt ein Magazin bewusst auf Qualität statt Masse – und genau das hat uns überzeugt.

Kommunikation verändert sich gerade massiv – digital, hybrid, KI. Wie positioniert sich VENDO in diesem Wandel?

Kommunikation wird immer schneller, datengetriebener und teilweise auch komplexer als zuvor. Wir versuchen dabei einen klaren Weg zu gehen: Kommunikation so zu gestalten, dass sie für den Kunden wirklich funktioniert. Für mich ist es entscheidend, dass wir wegkommen vom reinen Kanaldenken. Es geht nicht darum, ob etwas Print, digital oder KI ist – sondern darum, wie alles zusammenspielt.

Genau dort setzen wir an: Wir verbinden physische und digitale Kommunikation, denken Kampagnen ganzheitlich und nutzen auch KI dort, wo sie echten Mehrwert bringt – sei es in der Personalisierung, in der Analyse oder in der Geschwindigkeit der Umsetzung.

Print gilt manchmal als „veraltet“ – du siehst das vermutlich anders. Was entgegnest du jemandem, der sagt:„Wer braucht heute noch gedruckte Kommunikation?“

Wir sind alle permanent digital unterwegs – alles ist schnell, viel und oft austauschbar. Genau deshalb brauchen wir Print. Gerade in einer so schnelllebigen Zeit braucht es manchmal auch bewusst Momente zum Runterkommen – sei es durch ein Buch in der Hand oder ein Magazin, durch das man in Ruhe blättert.

Ich merke das auch bei mir selbst – wenn ich ein gutes Buch in die Hand nehme, bin ich sofort viel fokussierter als am Bildschirm. Print schafft hier etwas, das digital oft nicht kann: bewusste Aufmerksamkeit und echte Präsenz. Dazu kommt ein weiterer Punkt: Print kann Emotionen erzeugen, die ein digitales Medium nicht immer schafft. Ein gutes Beispiel ist Verpackung – etwa bei einem hochwertigen Parfum. Material, Haptik und Design beeinflussen, wie wir ein Produkt wahrnehmen und können ganz klar eine Kaufentscheidung mitprägen.

Ein gutes Buch, ein Magazin oder auch ein Mailing wird nicht einfach weggeklickt, sondern erlebt. Am Ende geht es nicht um Print oder digital – sondern darum, Relevanz und Emotion zu schaffen.

Was ist eurer Erfahrung nach der häufigste Fehler, den Unternehmen in ihrer Kundenkommunikation machen – egal ob digital oder print?

Viele Unternehmen kommunizieren aus ihrer eigenen Sicht – was sie sagen wollen, statt was der Kunde wirklich braucht. Oft fehlt dabei der Blick von außen: Was interessiert den Kunden wirklich – und warum sollte er sich damit beschäftigen? Dazu kommt oft ein fehlender Zusammenhang zwischen den einzelnen digitalen und Print Maßnahmen. Und ich nehme mich da selbst nicht aus – genau diese Fehler passieren schnell, wenn man nicht bewusst gegensteuert.

Gute Kommunikation entsteht dort, wo man den Kunden wirklich versteht und konsequent entlang der Customer Journey denkt – nicht in einzelnen Maßnahmen sondern als Gesamtlösung.

Wenn du Marketingverantwortlichen einen einzigen Tipp mitgeben könntest, was wäre das?

Fokus. Fokus. Fokus.

Das klingt simpel, ist aber in der Praxis eine der größten Herausforderungen im Marketingalltag. Habt den Mut, Dinge auch mal wegzulassen. Nicht jeder Kanal, nicht jede Idee muss umgesetzt werden. Der Unterschied entsteht dort, wo man sich auf das Wesentliche konzentriert – und es konsequent umsetzt. Lieber eine starke Idee richtig umgesetzt als fünf halbe Maßnahmen.

IM DIALOG lebt von Partner:innen wie euch – ohne diese Unterstützung gibt es das Magazin schlicht nicht. Was würdest du anderen Unternehmen sagen, die überlegen, ob so eine Kooperation etwas für sie ist?

Es geht nicht darum, einfach präsent zu sein, sondern Teil eines echten Austauschs zu werden. Wer bereit ist, Perspektiven zu teilen, Themen mitzugestalten und offen für neue Impulse ist, wir hier einen Mehrwert sehen. Für mich lebt IM DIALOG genau von solchen Partnern – ohne dieses aktive Mitgestalten würde das Format nicht funktionieren. Ich persönlich finde genau solche Formate spannend, weil sie nicht nur Reichweite bringen, sondern echte Gespräche entstehen lassen.

Was erhofft ihr euch von der Zusammenarbeit – was soll am Ende dabei rausgekommen sein?

Impulse, neue Blickwinkel und Austausch auf Augenhöhe. Ich finde es besonders spannend, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und daraus neue Ideen entstehen können. Gerade diese Mischung aus unterschiedlichen Denkweisen bringt oft die besten Ansätze hervor. Wenn daraus dann auch konkrete Ansätze oder Projekte entstehen, ist das für mich der größte Mehrwert.

Last but not least: Welches Medium – print oder digital – liegt dir persönlich mehr am Herzen, und warum?

Auch wenn ich digitale Lösungen liebe, weil sie smart, schnell und effizient sind, habe ich schon eine besondere Leidenschaft für Printprodukte. Gerade in der heutigen Zeit kann etwas aus Papier bewusst entschleunigen. Print hat etwas, das digital so nicht ersetzen kann – Haptik, Wertigkeit und das bewusste Erleben.

Ein Buch z. B. nimmt man in die Hand, man spürt es, man blättert durch, man nimmt den Geruch wahr, so etwas kann im Digitalen so nicht entstehen. (Buchempfehlung am Rande von mir „The Big Five for Life“ von John Strelecky). Am Ende würde ich aber ganz klar sagen: die Kombination macht den Unterschied. Genau dieses Zusammenspiel aus Print und digitalen Lösungen – das ist es, wofür wir bei VENDO stehen und was mich persönlich auch am meisten begeistert.