Welche Social-Media-Plattformen brauchst du im B2B wirklich – und wie führen sie von Awareness zu Leads? Olivia Ulbing-Sommeregger teilt konkrete Cases, Funnel-Strategien und Security-Tipps aus „The Voice of B2B Marketing“, Folge 32.

Viele B2B-Unternehmen fragen sich:
„Bringt Social Media für uns wirklich etwas – oder ist das nur Avocado-Toast und Influencer-Content?“
In Folge 32 von „The Voice of B2B Marketing“ zeigt Host Julia Pichler gemeinsam mit Olivia Ulbing-Sommeregger (CEO & Founder, oha! digital), warum Social Media längst ein strategischer Kanal für B2B Marketing, Lead Nurturing und Community Building ist – gerade, wenn Entscheidungen komplex sind und die Customer Journey länger dauert.
Ein zentraler Punkt:
Entscheider:innen schalten ihren „Business-Kopf“ auf Social Media nicht aus. Wer zur richtigen Zeit mit relevanten Inhalten, starken Visuals und klarem Hook auftritt, kann auch im B2B-Umfeld Aufmerksamkeit, Vertrauen und schließlich Lead Generierung mit datengetriebenem Marketing erreichen.
🎧 Diese Podcast-Folge liefert konkrete Best Practices, Cases und Learnings aus der Praxis – jetzt reinhören!
Social Media als B2B-Kanal: Relevanz, Plattformwahl und Strategie
Olivia beschreibt, warum viele B2B-Marken Social Media noch unterschätzen – und wie sie diesen Kanal strategisch nutzen können:
- Relevanz:
- Auch Geschäftsführer:innen, Marketing-Leads und CFOs scrollen durch Instagram, LinkedIn & Co.
- Wer mit passender Marketing Technologie (MarTech B2B), gutem Targeting und überzeugenden Creatives arbeitet, kann hier hochwertige Touchpoints setzen.
- Ziel: Von Awareness zu Conversion
- Social Media ist kein „One Post – One Sale“-Kanal.
- Entscheidend ist ein klar definierter Funnel: Awareness → Traffic → Lead Nurturing → Conversion.
- Plattformwahl im B2B
- LinkedIn als Kernplattform für B2B Marketing, zielgenaues Targeting und CRM- und Marketing Automation.
- Instagram & Facebook als ergänzende Kanäle für Awareness, jüngere Zielgruppen und Community.
- Wichtig ist die Frage: Wo hält sich meine Zielgruppe beruflich und privat auf – und mit welchem Ziel nutze ich welchen Kanal?
Viele Details zu Plattformwahl und Zielgruppenansprache werden im Podcast Schritt für Schritt durchgespielt – inklusive konkreter Setups und Learnings aus laufenden Kampagnen. – Jetzt reinhören!
Case 1: European Forum Alpbach – B2B-Event mit Social Media skalieren
Das European Forum Alpbach ist ein europaweit relevantes Netzwerk-Event. Die Aufgabe von oha! digital:
Das Event soll über Social Media über Österreich hinaus sichtbar werden – und am Ende sollen Tickets verkauft werden.
Strategie & Funnel
- Awareness-Phase (lange vor Shop-Start)
- Kommunikation des Grundthemas, Save-the-Date, erstes Storytelling.
- Einsatz von Videos, Karussells und Visuals auf LinkedIn, Facebook und Instagram.
- Ziel: Interesse wecken, Thema positionieren, Reichweite in relevanten Zielgruppen aufbauen.
- Traffic & Customer Journey Optimierung
- Sobald Programm & Speaker feststehen: Fokus auf Website-Besuche.
- Europaweites Targeting der gewünschten Entscheider:innen und Opinion Leader.
- Ziel: Nutzer:innen aktiv ins Programm führen – ein wichtiger Schritt in der Customer Journey Optimierung.
- Conversion-Phase
- Remarketing an alle, die bereits mit Inhalten interagiert oder die Website besucht haben.
- Klare Calls-to-Action: Ticketkauf, Newsletter-Anmeldung, Vertiefung der Inhalte.
- Hier greifen Marketing Automation, saubere Zielgruppenlisten und datengetriebene Optimierung.
Warum dieser Case wichtig für B2B-Marketer:innen ist
- Er zeigt, wie skalierbare Marketingstrategien im Eventmarketing funktionieren.
- Er macht sichtbar, dass Social Media im B2B nicht „nur nett“ ist, sondern messbar zu Ticketverkäufen beiträgt.
- Im Podcast wird detailliert erläutert, wie das Setup im Backend aussieht und wie KPIs ausgewertet werden – die ganze Story gibt es in Folge 32.
Case 2: nic.at – Hidden Champion und Community Builder
nic.at ist der Registrar hinter allen .at-Domains – ein echter Hidden Champion im österreichischen Digital-Ökosystem. Ziel ist weniger der direkte Verkauf (die meisten Domains werden über Hoster gebucht), sondern:
- Markenbekanntheit für .at-Domains als Qualitätssiegel
- Aufbau einer B2B Community aus Unternehmen, Tech-Interessierten und Partnern
Kanäle & Content-Strategie
- Start auf Facebook, sukzessive Ausbau auf LinkedIn und Instagram.
- Kombination aus:
- technischen Themen (DNS, Sicherheit, Domain-Setup)
- Best Practices B2B Marketing mit Domains
- spielerischen Formaten (z. B. witzige Domainideen zu Aktionstagen)
Die Botschaft:
B2B Marketing darf auch leicht, bunt und humorvoll sein, solange der fachliche Kern stimmt. Community Building funktioniert besser, wenn Marken Haltung zeigen, Kontext geben und ihren Alltag teilen.
Im Podcast erklärt Olivia, wie über Monate hinweg Community und Reichweite aufgebaut wurden und welche Formate besonders gut funktionieren – ideal für alle, die ihre B2B-Community langfristig stärken wollen.
Case 3: Quantic – Nischenzielgruppe über LinkedIn Messenger
Quantic entwickelt eine spezialisierte Risk-Management-Software für Finanzdienstleister, Investor:innen und Unternehmen – eine sehr spitze Zielgruppe mit hohem Informationsbedarf.
Ansatz: Hyperpersonalisierung im Marketing
- Fokus auf LinkedIn als primäre Plattform.
- Nutzung von Messenger Ads statt klassischer Feed-Ads:
- Zielgruppe erhält direkt im Postfach eine auf Pain Points zugeschnittene Nachricht.
- Klarer, kompakter Text, der das Risiko falscher Investment-Entscheidungen adressiert.
- Klicks führen in der Regel zu qualifizierten Leads, die weiter im CRM bearbeitet werden.
Das ist ein Beispiel für:
- Wie Marketing und Vertrieb besser zusammenarbeiten können, wenn Leads strukturiert übergeben und bewertet werden.
- Wie funktioniert Marketing Automation im B2B? – am Beispiel eines klar definierten, automatisierten Ansprachen-Workflows.
- Erfolgsfaktoren für datengetriebenes B2B-Marketing, bei dem Tracking, Landingpages und Vertriebsteams sauber zusammenspielen.
Im Podcast teilt Olivia konkrete Conversion-Raten, Learnings und Stolpersteine – ideal für alle, die mit MarTech B2B experimentieren.
Social Media Security: Ohne Sicherheit kein professionelles Setup
Ein Thema, das im B2B-Kontext oft übersehen wird: Social Media Security. Unternehmensseiten hängen an privaten Profilen – und diese sind oft viel zu schlecht abgesichert.
Was das bedeutet:
- Wird das private Profil gehackt oder gesperrt, kann im schlimmsten Fall die komplette Unternehmensseite nicht mehr verwaltet werden.
- Beispiele aus der Praxis reichen von verlorenen Accounts bis hin zu manipulierten Werbekonten, auf denen plötzlich fremde Ads laufen.
Olivia’s wichtigster Tipp:
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist Pflicht.
- 2FA sollte ausschließlich über einen Authenticator (z. B. App) laufen – nicht über SMS, WhatsApp oder E-Mail, da diese leichter angreifbar sind.
- Alle Admin-Accounts und alle Kanäle (Meta, LinkedIn, TikTok etc.) sollten regelmäßig überprüft und bereinigt werden.
Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, findet bei oha! digital einen ausführlichen Blogartikel dazu – und im Podcast gibt es zusätzliche Praxisfälle. Eine eigene Folge zu Social Media Security ist bereits angedacht.
